Eine Ackerschlagkartei ist sozusagen das „Tagebuch“ Deiner Felder.
Darin dokumentierst Du genau, was Du wann auf welchem Schlag (also Feldstück) gemacht hast.
Eine CC-konforme Ackerschlagkartei erfüllt dabei die Vorgaben der EU – genauer gesagt die Regeln der Cross Compliance (CC).
Diese gelten, wenn Du landwirtschaftliche Fördergelder bekommst, z. B. von der EU oder vom Staat.
✅ Was bedeutet „CC-konform“? #
Das heißt, dass Deine Aufzeichnungen:
- vollständig,
- richtig,
- lückenlos,
- und zeitnah geführt werden, damit sie bei einer Betriebskontrolle anerkannt werden.
📝 Was muss alles dokumentiert werden? #
In einer CC-konformen Ackerschlagkartei müssen z. B. folgende Informationen stehen:
🔹 Allgemeine Angaben: #
- Schlagnummer / Flächennummer
- Größe der Fläche
- Kulturart (z. B. Winterweizen, Mais)
🔹 Pflanzenschutzmaßnahmen: #
- Datum der Maßnahme
- eingesetztes Mittel (Produktname)
- Aufwandmenge (z. B. Liter/ha)
- behandelte Fläche
- Begründung / Schadbild
- Witterung (z. B. Temperatur, Wind, Regen)
🔹 Düngungsmaßnahmen: #
- Art des Düngemittels (z. B. Gülle, NPK-Dünger)
- Menge (z. B. kg N/ha)
- Datum der Ausbringung
- Zielkultur
- eventuell: Nährstoffgehalt, Bodenwerte
🔹 Aussaat, Ernte und Bodenbearbeitung: #
- Saatgut / Sorte
- Aussaat- oder Erntedatum
- Ertragsmenge
- Art der Bodenbearbeitung (z. B. Pflügen, Grubbern)
📋 Warum ist das wichtig? #
- Kontrollen durch Behörden können unangekündigt kommen.
Ohne eine ordnungsgemäße Ackerschlagkartei drohen Förderkürzungen. - Bei korrekter Führung bekommst Du die vollen EU-Direktzahlungen.
- Du erfüllst damit die Umweltauflagen und Dokumentationspflichten.
- Du hast selbst den Überblick über alle Maßnahmen und Betriebsmittel.
💻 Digital oder Papier? #
- Du kannst die Ackerschlagkartei handschriftlich oder mit einem Computerprogramm führen.
- Wichtig ist: Sie muss vollständig, lesbar, jederzeit verfügbar und auf Nachfrage vorzeigbar sein.
- Viele Landwirte nutzen inzwischen digitale Ackerschlagkarteien, wie z.B. top farmplan